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Herzlich willkommen, liebe Besucher*innen

Wir freuen uns, dass Sie den Weg auf unsere Website gefunden haben. Lassen Sie uns kurz erläutern, was Sie hier erwartet.

Seit dem Jahr 2010 gibt es im Raum der heutigen Verbandsgemeinde Schweich das Programm „Jüdisches Leben in und um Schweich“, dessen jüngste Entwicklung diese Website darstellt. Das Programm verfolgt zwei Ziele:

Den Opfern des Nationalsozialismus ein Gesicht geben

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den Opfern des Nationalsozialismus, insbesondere den jüdischen Opfern, ein Gesicht zu geben und einen Ort im Bewusstsein der Menschen, die heute in der Verbandsgemeinde Schweich leben.

Diesem Ziel widmen sich insbesondere die Menüs „Dauerausstellung“, „Geschichte“, „Themenfelder“ und „Vorträge“.

Menschenwürdigen Gestaltung des Zusammenlebens der verschiedenen Gruppen unserer Gesellschaft

Das zweite Ziel des Programms besteht darin, einen Beitrag zu leisten zu einer menschengerechten und menschenwürdigen Gestaltung des Zusammenlebens der verschiedenen Gruppen unserer Gesellschaft jenseits von Diskriminierung und allen Formen der Menschenverachtung.

Insbesondere ist uns dabei auch an der Arbeit mit jungen Menschen gelegen. Der Zusammenarbeit mit den verschiedenen Schultypen am Schulstandort Schweich messen wir deshalb eine große Bedeutung zu. Einen weiteren Schwerpunkt stellt die Kooperation mit den verschiedenen Trägern der Erwachsenenbildung in der Verbandsgemeinde Schweich dar.

Diesem Ziel dienen dann besonders auch die Menüs Unterricht und Projekte.

Das Menü Unterricht bietet regional orientierte Anregungen für den Unterricht der verschiedenen Schultypen an und greift dabei auf regional bezogenes Material zurück.

Das Menü Projekte bietet einen Ort, um Projekte zu kommunizieren, die von Schulen und anderen Trägern zu Themen aus dem Spektrum unseres Programms geplant und durchgeführt werden. Unter diesem Menüpunkt können Schulen, Gruppen und Initiativen Projekte politischer, sozialer, historischer und kultureller Art dokumentieren, deren Ziel es ist, das Zusammenleben in verschiedenen Bereichen im Sinne von gegenseitigem Respekt, positivem Interesse aneinander, Dialog und Inklusion zu fördern und zu gestalten. Den großen inhaltlichen Rahmen bildet das Themenspektrum der Website. Die Seite möchte Ideen kommunizieren, den Austausch fördern und weitere Projekte anregen, sowie engagierte Kinder, Jugendliche und Erwachsene miteinander vernetzen. Wenn der Wunsch besteht, ein Projekt auf dieser Seite zu kommunizieren, bitten wir, Kontakt mit uns aufzunehmen.

Wir freuen uns über jede Anregung zum weiteren Aufbau der Website.

Ihr Website-Team

„Jüdisches Leben in und um Schweich“

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Aktuelles


Führung auf dem jüdischen Friedhof in Schweich

Veranstaltung anlässlich des Stadtfestes in Schweich

Im Rahmen des Stadtfestes findet eine Führung auf dem jüdischen Friedhof in Schweich statt. Treffpunkt ist am Tor des Friedhofs. Hier wird es Informationen zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Schweich geben. Die Referenten werden zudem über die Geschichte einzelner jüdischer Familien informieren und Einblicke in die jüdische Trauerkultur geben.

Veranstalter ist die Projektgruppe „Jüdisches Leben in und um Schweich“ des Dekanates Schweich-Welschbillig in Kooperation mit der Volkshochschule Schweich und dem Verein Kultur in Schweich e. V.

Fr., 03.09.2021, 16:30 – 18:00 Uhr

Schweich, Jüdischer Friedhof

Anmeldeschluss: 02.09.2021

Peter Szemere/Réné Richtscheid, M.A.

Kostenlos


Jüdisches Leben in Ediger-Eller

Exkursion mit Besuch der Ausstellung „1700 Jahre jüdisches Leben“

Im Rahmen des Festjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ findet eine Exkursion mit Bahnanreise nach Ediger-Eller statt. Geplant ist eine Führung zum jüdischen Leben im Ort Ediger mit der Ausstellung „1700 Jahre jüdisches Leben“ in der historischen Apotheke in der Peltzer Straße 4. Neben einer interessanten, heute als „Haus der Psalmen“ interreligiös genutzten Synagoge gibt es in Ediger als weitere Besonderheit eine Genisa. In einem eigenen Bereich in der Synagoge wurden alte Schriften abgelegt, die erhalten sind und viel über das Leben einer normalen Moselgemeinde – wie es in Schweich auch war – aussagen. Außerdem werden wir die gotische Kirche St. Martin besuchen, deren Turmhelm besonders sehenswert ist. Neben einem kleinen Ortsrundgang besteht die Möglichkeit zur Einkehr in einer moseltypischen Straußwirtschaft.

Veranstalter ist die Projektgruppe „Jüdisches Leben in und um Schweich“ des Dekanates Schweich-Welschbillig in Kooperation mit der Volkshochschule Schweich, dem Verein Kultur in Schweich e. V. und dem Emil-Frank-Institut in Wittlich.

Do., 23.09.2021, 14:45 – 20:00 Uhr

Schweich, Bahnhof

Abfahrt Schweich: 14:56 Uhr, Ankunft: 15:38 Uhr

Rückfahrt Ediger-Eller: 19:19 Uhr, Ankunft 20:02 Uhr

Anmeldeschluss: 20.09.2021

Réné Richtscheid, M.A.

Kostenlos zuzüglich Bahnanreise ca. 10 Euro


Veranstaltungen zum Gedenken an die deportierten jüdischen Bürger*innen in unserer Region am 16.10.2020

Download hier…


Ausstellungsprojekt zum jüdischen Friedhof in Schweich

Derzeit laufen die Vorbereitungen für ein besonderes Projekt: Schüler*innen der Meulenwaldschule Schweich erarbeiten gemeinsam mit ihren Lehrer*innen und in Begleitung von Kunsthistoriker Ralf Kotschka (Trier) und Pastoralreferentin Judith Schwickerath (Dekanat Schweich-Welschbillig) ein Ausstellungsprojekt zum jüdischen Friedhof in Schweich. Das Projekt wird vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ finanziell unterstützt. An dieser Stelle möchten wir Sie in regelmäßigen Abständen über den aktuellen Verlauf informieren: In der entstehenden Ausstellung soll mit Hilfe künstlerischer Abbildungstechniken (Frottage, Abklatsch, Reliefierung, Fotografie) ein Einblick in die Zeugnisse jüdischer Begräbniskultur in der Moselstadt gegeben werden – mit vielen Informationen über die Situation der jüdischenBürger*innen durch die Zeiten. Zum einen möchte die Ausstellung damit einen Beitrag zu einer aktiven Erinnerungskultur schaffen und Ausdruck eines friedlichen Zusammenlebens verschiedener Kulturen und Religionen sein.

Zum anderen bietet der Entstehungsprozess Raum und Möglichkeit zu einem interkulturellen und interreligiösen Lernen. Eigene Gedanken der Schüler*innen, die in diesem Auseinandersetzungsprozess angestoßen werden, sollen in der Ausstellung sichtbar werden. Aufgrund der Corona-Pandemie musste die ursprüngliche Projektplanung den damit erschwerten Rahmenbedingungen neu angepasst werden. In einem ersten Schritt haben sich die Schüler*innen vor den Sommerferien – angestoßen durch die gesellschaftlichen Diskussionen im Zusammenhang mit der Pandemie und berührt vom gewaltsamen Tod George Floyds im Mai in den USA – intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, wie wir als Menschheitsfamilie zusammenleben möchten. Gemeinsam haben sie miteinander ihre Visionen eines gelingenden Zusammenlebens und ihre Träume, Hoffnungen und Wünsche für eine Welt von morgen geteilt und diskutiert.

Bild: Meike Schädler

Neben Collagen haben die Schüler*innen dabei auch eigene O-Töne aufgenommen und ihre Gedanken festgehalten: „Meine Vorstellung von einem guten Zusammenleben ist, dass keiner ausgegrenzt wird und dass man nicht gemobbt wird.“ „Diese Welt kenne ich nicht mehr.“ „Ich wünsche mir, dass es viel weniger Vorurteile gibt.“ „Ich will in einer Welt leben, in der es keinen Krieg gibt und keine Gewalt gegen Kinder und insgesamt keine Kriege, keinen Streitund so. “Die Auseinandersetzung mit der Frage, wie wir als Menschheitsfamilie in all unserer Vielfalt miteinander leben möchten, ist eine Grundfrage menschlichen Zusammenlebens. Folglich finden sich in der heutigen Auseinandersetzung auch Anknüpfungspunkte an die Frage des Zusammenlebens von jüdischen und nichtjüdischen Bürger*innen. Nach den Sommerferien nun werden die Schüler*innen sich mit den Besonderheiten jüdischer Grabkultur befassen und sich mit einzelnen Biographien jüdischer Bewohner*innen intensiver auseinandersetzen. Zwischenzeitlich konnte Kunsthistoriker Ralf Kotschka mit den künstlerischen Arbeiten auf dem jüdischen Friedhof beginnen. Die folgenden Bilder geben einen Eindruck dazu (Fotos: Ralf Kotschka):

Der jüdische Friedhof von Schweich liegt heutzutage mitten in einem Wohngebiet. Das war nicht immer so. Die Ausstellung über dieses einmalige Kulturdenkmal wird im kommenden Jahr 2021 einige Geheimnisse des Friedhofs aufdecken.

In der Ausstellung werden Grabsteine in verschiedenen künstlerischen Techniken vorgestellt. Hier ein Beispiel für die Fotografie, die versucht, die Mystik des Friedhofs einzufangen.

Ausstellungskurator Ralf Kotschka versucht sich am Grabstein von Abraham Isay an der künstlerischen Technik der Frottage

Ganze Grabsteine werden künstlerisch dargestellt. In die Ausstellung werden es nur wenige Exemplare schaffen.

Auch die alte Technik des Abklatsches kommt zum Einsatz. Bis in die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts war dies die Technik der Wahl, um beispielsweise ägyptische Hieroglyphen zu konservieren bzw. zu vervielfältigen. Allerdings ist nicht jeder Stein für diese Behandlung geeignet.