Dauerausstellung

Wie alles begann

In der Verbandsgemeinde Schweich und in der Stadt Schweich gibt es Orte, die daran erinnern, dass es bis zur Zeit des Nationalsozialismus ein weithin einvernehmliches Zusammenleben mit jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern gab. Besonders prägnante Orte sind hier zum Beispiel die ehemalige Synagoge in Schweich sowie die jüdischen Friedhöfe in Fell, Leiwen, Mehring und Schweich.

Auf diesem Hintergrund wurde im Jahr 2009 auf Anregung des Dekanates Schweich-Welschbillig die Arbeitsgemeinschaft Gedenken gegründet. Sie hat sich zur Aufgabe gesetzt, an die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger zu erinnern, die über Jahrhunderte das Leben in den Orten der heutigen Verbandsgemeinde Schweich mitgestaltet und mitgetragen haben, bis in der Zeit des Nationalsozialismus dieses gemeinsame Leben auf gewalttätige und menschenverachtende Weise zerstört wurde.

In der AG Gedenken sind kommunale und kirchliche Einrichtungen beider Konfessionen vertreten, die jüdische Kultusgemeinde Trier und weitere Gruppen und Personen, die sich im jüdisch-christlichen Dialog engagieren.

Ein Höhepunkt der gemeinsamen Arbeit dieser Gruppe war die Eröffnung der Dauerausstellung „Jüdisches Leben in und um Schweich“ im Januar 2010.

Unverzichtbarer Bestandteil der Ausstellung ist das „Zeitzeugenprojekt“: Jugendliche aus den Schweicher Schulen und der offenen Jugendarbeit haben Schweicher Frauen und Männer, die als Kinder das Zusammenleben zwischen jüdischen und christlichen Bürgerinnen und Bürgern bis zu seiner Zerstörung durch den Nationalsozialismus erlebt haben, zu ihren Erinnerungen befragt. Einen Schwerpunkt bildete in diesem Zusammenhang die Erinnerung an die Ereignisse in Schweich während der Novemberpogrome.

Diese Interviews sind auf DVD dokumentiert. Sie sollen Bestandteil dieser Website werden.

Jüdisches Leben in und um Schweich 1339 – 1941 (Trierischer Volksfreund, 14.01.2010)

Ein Gang durch lokale Zeitgeschichte (Trierischer Volksfreund, 08.02.2010)