Herr und Frau Schloß im KZ Theresienstadt

Brief von Marx Schloß vom 26. Juni 1945 aus Camp les Avants seine Kinder und Verwandte

Der Brief (hier, etwas nach unten scollen) zeigt in aller Deutlichkeit die Grausamkeiten, welche die jüdische Bevölkerung – hier am Beispiel von Herrn und Frau Schloß – durch NS-Schergen erleiden musste. Das Ehepaar hat den Holocaust überlebt. Die Anregungen sind als eine Möglichkeit zu verstehen, wie der Brief im Unterricht eingesetzt werden könnte.

Anregungen:

  1. Informiere dich über das KZ Theresienstadt (Internetrecherche)
  2. Theresienstadt wurde als „Altersghetto“  und als angebliche „jüdische Mustersiedlung“ von der NS-Propaganda bezeichnet! Analysiere die Begriffe in ihrem ideologischen Zusammenhang.
  3. Lies den Brief von Max Schloß und gliedere ihn in Abschnitte mit thematischen Zusammenhängen (Überschriften finden). Beachte bitte die unterschiedlichen Etappen des Leidensweges dieses jüdischen Ehepaars.
  4. Erstelle einen Zeitungsbericht über den Inhalt des Briefs. Wer wären die Adressaten: wer könnten die Leser in welcher Zeit sein? Lege dich da bitte fest. Beachte: Die Veröffentlichung deines Berichts  in der NS-Zeit hätte dich dein Leben gekostet.
  5. Überlege dir, wo Kürzungen notwendig sind. Wo musst du Hintergründe darstellen?
  6. Überlege für dich selbst: An welchen Passagen fiel dir das Schreiben des Zeitungsberichtes besonders schwer? Welchen Strategien mussten die Menschen entwickeln, damit sie an diesem extremen Horror nicht zugrunde gingen? Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit wurde mit dem Tode bestraft.

Deinem Zeitungsbericht könnten folgende Aspekte/Überlegungen als Motivation zugrunde liegen:

  • Kritischer Journalismus
  • „Lügenpresse“
  • Pressefreiheit

Hinweis: Die Lösungen der  Anregungen 4 und 5 sind nur den Schülerinnen und Schülern möglich, die sich mit journalistischen Darstellungsformen bereits auskennen.