Novemberpogrom

In Issel, Schweich, Leiwen, Mehring, Fell und Hetzerath, also dort wo zu dieser Zeit noch Juden wohnten, kam es jeweils am 10. November zu teilweise brutalen Übergriffen gegen jüdische Männer, Frauen, Kinder und Alte. Diese initiierten nicht nur auswärtige, sondern auch einheimische SA-Leute und HJ-Jungen; mancherorts beteiligten sich sogar die Nachbarn. Viele jüdische Männer wurden in sogenannte Schutzhaft genommen. Ihre Wohnungen und auch die Synagogeninnenräume wurden dabei verwüstet, Wertgegenstände mitunter gestohlen, Torarollen und Gebetbücher geschändet. Die Gebäude gingen zwar nicht in Flammen auf, was aber wohl ihrer innerörtlichen Lage mit der oft engen Bebauung geschuldet war. Bei den Zerstörungen im Innenraum der Schweicher Synagoge soll der Satz „So, wai hodda ousgemouschelt“ gefallen sein.